Der Husten und seine Symptome

Husten ist eine häufig auftretende Begleiterscheinung bei Erkältung und grippalem Infekt sowie anderer Erkrankungen der Atemwege. In der Alltagssprache steht der unspezifische Begriff Erkältung für eine akute Infektionskrankheit von Nase, Hals sowie der Bronchien. Husten, als Antwort auf die Reizung der Schleimhaut von Luftröhre (Trachea) und der Atemwege (Bronchien) , tritt auch bei chronischer Bronchitis, Keuchhusten und Asthma auf.

Der am häufigsten auftretende Husten ist jedoch der Erkältungshusten, der medizinisch als „akute Tracheobrochitis“ bezeichnet wird. Die Hustenauslöser sind meistens Viren. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt auf Basis der Tröpfcheninfektion, durch Niesen und Husten. Neben der viralen Infektionen kann es noch zu einer bakteriellen Zusatzinfektion kommen, die mit Antibiotika behandelt werden sollte. Der Hustenreflex ist ein kontrollierter Schutzreflex zur Reinigung der Atemwege. Entsprechend der Art des Hustens, und wenn dieser zwei bis drei Tage anhält, werden den Hustenreiz stillende Medikamente (Antitussiva) oder Schleimlöser (Expektorantien) verabreicht.

Der Husten und seine zahlreichen Begleitsymptome

Der unangenehme Hustenreflex wird über Rezeptoren in der Bronchialschleimhaut und in den Atemwegen ausgelöst. Trifft ein „Husten-Reiz“, z.B. ein Schmutzpartikelchen oder Fremdkörper auf den Rezeptor, wird er von dort über Nervenbahnen an das „Hustenzentrum“ des Gehirns weitergeleitet. Überschreitet die Reizstärke einen gewissen Schwellenwert, folgt das Husten. Häufig verspüren die Betroffenen ein Kratzen im Hals. Während des Hustens können die Bronchien schmerzen und es kann sich in den Atemwegen vermehrt Schleim bilden. Zu den verstärkten Beschwerden zählen krampfartige Hustenanfälle sowie Gefühle von Brechreiz.

Der Erkältungshusten beginnt meist mit einem trockenen, nicht-produktiven Husten und ist leicht an den Schmerzen hinter dem Brustbein zu erkennen. Nach einigen Tagen geht der Erkältungshusten meist in den produktiven Husten über den Hustenreiz Schleim aus den Atemwegen heraus befördert wird. Ist der abgehustete Schleim weißlich, steckt dahinter in der Regel eine einfache Erkältung. Bei einem gräulich-grünen Aussehen des Schleims ist eine zweite Infektion durch Bakterien hinzukommen.

Meist tritt der Erkältungshusten nicht allein auf, sondern in Kombination mit Schnupfen, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Schwitzkuren und Kräuterbäder können sehr hilfreich sein. Kräutertees erleichtern das Abhusten und heiße Milch mit Honig sowie heiße Zitrone wirken lindernd. Kälteanwendungen sind bei Husten (ohne Fieber) nicht sinnvoll. Wichtig ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von ca. zwei Litern pro Tag.

Mit einer Selbstmedikation sollte erst begonnen werden, wenn vom Arzt abgeklärt wurde, dass „nur“ ein Erkältungshusten vorliegt. Ganz anders ist der Verlauf bei einer chronischen Bronchitis deren begleitender Husten und Schleimauswurf meist in drei Monaten des Jahres auftritt und über zwei Jahre andauern kann. Diese Form des Hustens ist immer vom Arzt zu behandeln.